How Europe Wins - Europäisches Forum Alpbach 2026 - Verteidigungspolitik
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How Europe Wins - Europäisches Forum Alpbach 2026
Am 2. September 2026 fand im Rahmen des European Forum Alpbach die vom BMLV veranstaltete Session „A Bunch of (Hidden) Champions – How to Leverage Europe’s Strengths / (Versteckte) Champions – Europas verborgene Stärken“ statt. Neben Generalsekretär Dr. Arnold H. Kammel nahmen daran die Sprecherinnen Sandra Navidi, Rechtsanwältin und Gründerin der in New York ansässigen Strategieberatungsfirma Beyond Global, sowie Sneška Quaedvlieg-Mihailović, Generalsekretärin von Europa Nostra, teil. Moderiert wurde die Diskussion von Cathryn Clüver Ashbrook, Executive Vice President bei der Bertelsmann Stiftung.
Die englischsprachige Diskussion fand im Format eines Hikes statt, die Wanderung führte die circa 60 Teilnehmenden vom Alpbacher Konferenzzentrum auf die Zirmalm.
Zu Beginn der Wanderung skizzierte Moderatorin Clüver Ashbrook die Ausgangslage: Europa kämpft mit drohender De-Industrialisierung, schwacher Wirtschaft und hybriden wie ökonomischen Bedrohungen aus Ost wie aus West. Beim ersten Stopp stellte sie dann konkret die Frage nach der Rechtsstaatlichkeit als ideeller Grundlage Europas, und danach, was diese (noch) wert sei, wenn große internationale Player sich dieser Idee nicht (mehr) verpflichtet fühlten. Der Generalsekretär betonte den Wert von Normen und Regeln, die Europa und Länder wie Österreich zu verlässlichen Partnern machen würden. Sandra Navidi ergänzte die wirtschaftlichen und ökonomischen Vorteile, die auf der Hand lägen, da auch Unternehmen Planbarkeit und Stabilität bräuchten. Sie verwies darauf, dass das Aussetzen von Regulierungen und Vorgaben in letzter Konsequenz etwa auch zu Nahrungsmittelrückrufen führen könne, wie es derzeit vermehrt in den USA passiere. Sneška Quaedvlieg-Mihailović schließlich brachte die kulturelle Perspektive ein: Sie forderte die Teilnehmenden auf, die Schönheit der Tiroler Berge und des „Blumendorfes“ Alpbach zu bewundern. All diese materiellen Kulturgüter gäbe es ohne das immaterielle Kulturgut der Rechtstaatlichkeit nicht, basiere ihr Erhalt und ihre Pflege doch ebenso auf der Einhaltung von Regeln und Gesetzen.
Auf die Schwächen angesprochen, die die Europäische Union derzeit noch hemmen würden, wurde vor allem mangelndes Selbstvertrauen und Zögerlichkeit genannt. So verwies Arnold H. Kammel darauf, dass man auch in der Verwaltung noch besser darin werden könne, Möglichkeiten, Chancen und Wege zu finden, statt Hindernisse zu sehen. Zugleich brachte er ein, dass Österreich gerade auf EU-Ebene mutig voranginge und den Lead in den priorisierten Fähigkeitsbereichen AI und Quantum übernommen hätte. Grundsätzlich war er sich mit seinen Mit-Diskutantinnen einig, dass Europa sowohl im Bereich der Industrie, Wirtschaft und Forschung, als auch mit Ideen wie der Rechtsstaatlichkeit alle Voraussetzungen hat, um international ein stärkerer Akteur zu werden.

