Dieser Frage widmete sich der ESDC Core Course on Security Sector Reform (SSR), welcher vom 13. bis 19. März 2026 vom Zentrum für Internationale Stabilisierungsmaßnahmen, Verifikation und Rüstungskontrolle (ZSVR) in WIEN durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 17 Nationen an der Veranstaltung teil. Der Kurs findet zweimal jährlich unter der Ägide des European Security and Defence College (ESDC) in Kooperation mit dem Austrian Centre for Peace (ACP) statt.
Das Programm gliederte sich in zwei Teile: Im ersten Teil wurden die Grundlagen des SSR-Konzepts von Experten des Geneva Centre for Security Sector Governance (DCAF) unter Berücksichtigung aktueller geopolitischer Entwicklungen umfassend behandelt. Der zweite Teil bot Einblicke in zentrale Themenbereiche wie Defence Reform, Police Reform, Transitional Justice, Intelligence Reform, Integrated Border Management (IBM), Prison Reform, Climate and Security, Building Integrity (BI) sowie Small Arms and Light Weapons (SALW) und Demobilisation, Disarmament and Reintegration (DDR). Darüber hinaus wurden Ansätze internationaler Organisationen im Bereich SSR vorgestellt.
Die Veranstaltung ist eine hervorragende Gelegenheit zum Aufbau eines internationalen Netzwerks, was einen besonderen Mehrwert dieses Kurses darstellt. Angehörige des BMLV werden für eine Teilnahme vorrangig berücksichtigt.
Das SSR-Konzept umfasst generell politische und organisatorische Maßnahmen mit dem Ziel, den Sicherheitssektor eines Staates effektiver, transparenter und unter demokratischer Kontrolle zu gestalten.
Mit dem Kurs leistet das BMLV einen anerkannten Beitrag zur Förderung und Weiterentwicklung verantwortungsvoller und vertrauenswürdiger Streitkräfte.